Blauer Kurier ( Download  Seite 24 ) http://www.verlag-hopfner.de/dl_f/kw25_19.pdf

Fürther Nachrichten https://www.nordbayern.de/region/fuerth/ein-hotel-bringt-mehr-verkehr-und-larm-1.9069106?searched=true

BUND Naturschutz https://fuerth-land.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/oberasbach.html

 

 


Oberasbacher gründen Bürgerinitiative


Miteinander in Oberasbach - das Beste für die Stadt, die Bürger und die Natur ist das Ziel der neu
gegründeten Bürgerinitiative in Oberasbach.


OBERASBACH - 12.06.2019 - 08:00 Uhr –
Nachdem es in Oberasbach viele unbeantwortete Fragen zu Bebauungsplänen gibt, die
auch einen großen Eingriff in die Natur nach sich ziehen, hat sich die Bürgerinitiative
Oberasbach e.V. (BI) gegründet, um konstruktiv an der Gestaltung der Stadt Oberasbach
für das Wohl von Bürgern und Umwelt mitzuarbeiten und Oberasbach lebenswert zu
erhalten.
Die unbeantworteten Fragen richten sich momentan an die Stadtverwaltung zu den
Bebauungsplänen in der Bachstrasse, wo ein Hotelkomplex mit Tagungszentrum und
Veranstaltungshalle in unmittelbarer Nähe zu der Neugestaltung des Hans - Reif -
Sportzentrums entstehen soll.
Die Anwohner und viele weitere Oberasbacher Bürger bündeln nun ihre Einwände gegen
das Projekt sowie die damit verbundene Flächenutzungsplan- und Bebauungsplan-
änderung in der neu gegründeten Bürgerinitiative Oberasbach e.V.
Wie bereits berichtet, hat der Stadtrat EINSTIMMIG im Februar diesen Jahres beschlossen, den
bisherigen Flächennutzungsplan in ein Sondernutzungsgebiet zu ändern und einen eigens dafür
gestalteten Bebauungsplan aufzustellen, um den Bau eines umfangreichen Hotel-,
Veranstaltungs- und Tagungskomplexes einzuräumen, wobei den Bürgern Informationen zu
Entscheidungskriterien und Beweggründen, die zu dieser Änderung führten, bislang völlig fehlen.
Nach den derzeit vorliegenden Informationen umfasst das Projekt ca. 159 Zimmer, ein
Seminarzentrum für ca. 300 Seminargäste, eine Kongresshalle für ca. 1.100 Gäste allein bei
Galabestuhlung, ein Restaurant und einen Fitnesscenter mit Wellnessbereich. Dies alles auf ca.
30.000 Quadratmeter Fläche - die bisher für die Biolandwirtschaft genutzt wurde - in mehreren
Gebäuden teilweise von ca. 160m Länge und von ca. 11 bis ca. 23m Gebäudehöhe ab
bestehender Geländeoberkante, und hat ein Investitionsvolumen von rd. 30 bis 32 Mio. EUR.
Bisher sind den Oberasbacher Bürgern von der Stadtverwaltung keine Informationen zu
Verkehrskonzept, Umweltverträglichkeit, Einbindung in die bestehende Siedlungsstruktur, Verund Entsorgung der bisher für die im Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) enthaltene Fläche, etc. zur Verfügung gestellt worden.

Auch die Berücksichtigung des Zusammenspiels der Überplanung des Hans – Reif – Sportzentrums in einer Gesamtkonzeption mit dem neugestalteten Hotel-Areal (z.B. hinsichtlich
Verkehrs- oder Parkkonzept) sind von Stadtrat und Stadtverwaltung bisher nicht dargestellt
worden. Bürgermeisterin Birgit Huber, sowie deren weitere Bürgermeister Peter und Schikora
waren bislang zu keiner Stellungnahme bereit.
Nachdem leider doch nur sehr wenige wichtige Informationen verfügbar sind, obwohl Stadtrat und
das städtische Bauamt nach eigener Aussage bereits seit 3 Jahren (!) Kenntnis von diesem
Projekt haben, macht die BI, die inzwischen laut Angaben eines BI Sprechers mittlerweile „schon
auf dem Weg zu einer dreistelligen Mitgliederstärke ist“, mit Plakaten auf die aktuelle Situation
aufmerksam. Um mehr Transparenz zu erreichen wird die BI den Oberasbacher Bürgern
Informationen über den aktuellen Sachverhalt auf Ihrer Internet Seite
www.bi-oas.de oder auch
www.buergerinitiative-oberasbach.de zur Verfügung stellen, und so allen Bürgern die Möglichkeit
geben aktiv mitzugestalten.
Die BI möchte mit Ihrer Arbeit zukünftig verstärkt demokratischen Einfluss auf die
Entscheidungsprozesse der Stadtverwaltung nehmen und sich konstruktiv für ein lebenswertes
Oberasbach einsetzen. Dazu ruft sie alle interessierten Bürger auf und bittet um deren Mithilfe und
Mitgliedschaft. Schließlich sind die Oberasbacher durch die vielen Bauprojekte der nahen
Vergangenheit, wie die Bahnhofstrasse, die Bebauungspläne in Rehdorf, im Hölzleshoffeld oder
am Schnepfenweg, um nur Einige wenige zu nennen, ja bereits vielfach „gebrannte Kinder“.
Jetzt ist es an der Zeit sich konstruktiv einzubringen und als Teil der Bürgerinitiative nach dem
Motto unserer Stadt „Oberasbach verbindet“ gemeinsam ein lebenswertes Oberasbach
mitzugestalten !