Hier haben wir einige Einwendungen zusammen gefasst, die unsere Mitglieder gegenüber der Stadt Oberasbach eingebracht haben. Diese verdeutlichen ganz gut, welche Bedenken wir bei diesem Großprojekt haben.

 

Stellungnahme BUND:
https://fuerth-land.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/oberasbach.html

 


(1) Einwendungen zur Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan für den Teilbereich „Tagungszentrum an der Bachstrasse“ der Stadt Oberasbach vom 25.02.2019:

Zu Pkt. 2: Anlass und Erfordernis der Planung:

Hier ist von einem „weitaus höheren Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten“ die Rede „als bisher gedeckt werden kann“ und auf dieser Behauptung fußt die ganze FNP-Änderung. Hier ist ein Nachweis zu führen, wie die Stadt Oberasbach zu dieser Behauptung kommt.

Der Verband des Hotel- und Gaststättengewerbes (Dehoga) ist gutachterlich einzuschalten, die Anfrage zu veröffentlichen und dessen Stellungnahme ebenso, da wir diesen Tatbestand als nicht gegeben sehen. Ebenso sind die Übernachtungszahlen aller sich auf dem Stadtgebiet der Stadt Oberasbach befindlichen Beherbergungsbetriebe in Relation mit deren Übernachtungskapazitäten vorzulegen und zu veröffentlichen. Es ist eine Abwägung vorzulegen, ob sich Zahlen ergeben, die dies wirklich rechtfertigen.

Es ist zu begründen, warum eine Ausweisung als „sonstiges Sondergebiet“ erfolgt und z.B. nicht als „Gewerbegebiet“ und die Grundlagen und Beschränkungen für diese Ausweisung sind denen der bisher herrschenden Ausweisung als „Mischgebiet“ aufzulisten und gegenüberzustellen und zu veröffentlichen, so dass sich jeder Einzelne einen Überblick über die Veränderungen verschaffen kann.

 

Zu Pkt. 4 „Gemeinwohl“:

Hier ist die Rede davon, dass „regionale Dienstleister, Gastronomen und das Sportzentrum vom zusätzlichen Tourismus profitieren“, was als reine Mutmaßung betrachtet werden kann. In die örtliche Gastronomie werden noch weniger Kunden kommen, weil das Hotel mit Tagungszentrum eher für eine Abwanderung in das eigene Restaurant bzw. zu den dortigen Veranstaltungen sorgen muss, um die eigene Auslastung sicher zu stellen, ebenso gilt dies für den Fitness- und den Wellnessbereich.

Weiterhin sind bereits neue Veranstaltungshallen in Oberasbach in Planung (z.B. Hans-Reif-Sportzentrum) bzw. vorhanden, wenn auch sanierungsbedürftig (z.B. Dach der Pestalozzi-Halle oder die sog. DJK-Halle), die dann in direkter Konkurrenz zur Halle eines privaten Investors stehen. Es sind also ausreichend Veranstaltungsmöglichkeiten vorhanden, so dass der Bau einer weiteren Veranstaltungshalle keinerlei Notwendigkeit hat. Dieser Bedarf einer zusätzlichen Veranstaltungshalle ist explizit nachzuweisen. Hier sind alle Veranstaltungshallen und mögliche Veranstaltungsräumlichkeiten auf dem Stadtgebiet der Stadt Oberasbach (auch die, die sich nicht im Eigentum der Stadt Oberasbach befinden - Landkreis-/ Gymnasiumhalle(!) -, da sich ja die neue Veranstaltungshalle auch nicht im Eigentum der Stadt Oberasbach befinden wird!) mit deren Belegungszeiten und Belegungszahlen offen zu legen und deren Auslastung schriftlich nachzuweisen und den Beweis zu führen, dass eine neue Veranstaltungshalle überhaupt erforderlich ist!

Weiterhin ist der sog. „Vorteil“, den ein „Sportzentrum vom Tourismus“ hat, welches explizit für die Nutzung durch die örtlichen Vereine/Schulen/Bürger geschaffen wurde und vorgehalten wird, nochmals eingehend zu erläutern!

 

Zu Pkt. 5 „Rahmenbedingungen der Planung“:

Hier ist genau darzulegen, welche „qualifizierten Arbeitsplätze“ geschaffen werden und dies ist seitens des Investors schriftlich nachzuweisen und eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten 10 Jahre ist abzugeben.

Bei der Auflistung der Arbeitsplätze ist die Anzahl, die jeweilige Tätigkeit, die Wochenstundenanzahl und die garantierte Vergütung nach den entsprechenden Tarifvertrag zu nennen, so dass abzuschätzen ist, ob es sich hierbei, was schwer vorstellbar erscheint, wirklich um substanzielle Arbeitsplätze handelt, oder ob diese wohl eher hauptsächlich im Niedriglohnsegment angesiedelt sind. Diese Zahlen sind zu veröffentlichen.

Die Quellen für die Behauptung, dass es „um mögliche Folgen der Abwanderung der Bevölkerung“ geht, denen hiermit „entgegengewirkt“ werden muss, sind nachzuweisen und offen zu legen!

Ein vollständiges Verkehrskonzept/-gutachten in dem alle Anfahrtsrouten und Verkehrsknotenpunkte bis zu den jeweiligen nächsten Landstraßen (z.B. B14), Staatstraßen (z.B. Rothenburger Straße), etc. auf dem Stadtgebiet der Stadt Oberasbach begutachtet wurden, ist vorzulegen und zu veröffentlichen! Dabei sind konkrete Verkehrszahlen auszuweisen, sowohl im normalen Tagesbetrieb, als auch z.B. bei Veranstaltungsende einer Veranstaltung unter Vollauslastung der Veranstaltungshalle. Dabei ist insbesondere die Ein- und Ausfahrtssituation an den Zufahrten des Hotelgeländes gesondert zu würdigen und durch den Gutachter zu bewerten!

Alle erforderlichen Nachweise für die Erschließung, Versorgung und Entsorgung mit den bzw. der jeweiligen Medien (Strom, Gas, Wasser, Telekom, Abwasser, Versickerungswässer, Löschwasser, etc.) sind offen zu legen. Dabei geht es nicht nur um die entsprechenden benötigten Mengen (z.B. Wasser, Abwasser, Löschwasser, Niederschlagswasser, Versickerungsmengen, etc.) und erforderlichen Leistungen/Leistungsspitzen (Gas, Strom, etc.), sondern auch um die Stellungsnahmen der zuständigen Versorger (z.B. N-ergie, Deutsche Telekom, Stadt Oberasbach, etc.) und um die dazu erforderlichen gutachterlichen Stellungnahmen der betroffenen vereidigten öffentlichen Sachverständigen, wie z.B. des Wasserwirtschaftsamt Nürnberg; welche hierzu zu hören sind. Auch dieser komplette Schriftverkehr ist offen zu legen und zu veröffentlichen.


Zu Pkt. 6 „Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan“:

Bzgl. der Ausweisung darf auch auf Pkt. 2 diese Schreibens verwiesen werden. Auch diese dort erwähnte Beweisführung ist hier nachzuweisen.

Wie in der Flächenbilanzierung hier dargestellt, werden durch diese angestrebte Änderung im FNP 2,31 ha Grünflächen für Sport- und Spielanlagen „geopfert“ , um dem zukünftigen Sondergebiet zugeschlagen zu werden.

Hierzu ist ein vollständiger Umweltbericht zu erstellen und zu veröffentlichen, der auch dazu gesondert Stellung nimmt.

 

 

Zu Pkt. 7 „Wesentliche Belange und Auswirkungen der Planung“:

Die angesprochenen „positiven Auswirkungen auf die übergeordnete Stadtentwicklung“ sind darzulegen, eingehend zu erläutern und zu veröffentlichen!

 

 

Aufgrund der vorangegangenen Einwendungen und Anmerkungen fordern wir, dass der bestehende Flächennutzungsplan in seiner jetzigen gültigen Form als „Mischgebiet“ erhalten bleibt und eine Siedlung entsteht, wie diese bereits jetzt z.B. im Gebiet östlich der Oberweihersbucher Strasse (Faber-Castell-Strasse/Hopfenweg) vorherrscht.

 

 

 

(2) Einwendungen zum vorhabensbezogenen Bebauungsplan - Nr. 19/1 „Tagungszentrum an der Bachstraße“ der Stadt Oberasbach

 

Zu Pkt. 1.2 Anlass (im Text als 2.2):

Hier ist von einem „weitaus höheren Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten“ die Rede „als bisher gedeckt werden kann“ und auf dieser Behauptung fußt die ganze FNP-Änderung. Hier ist ein Nachweis zu führen, wie die Stadt Oberasbach zu dieser Behauptung kommt.

Der Verband des Hotel- und Gaststättengewerbes (Dehoga) ist gutachterlich einzuschalten, die Anfrage zu veröffentlichen und dessen Stellungnahme ebenso, da wir diesen Tatbestand als nicht gegeben sehen. Ebenso sind die Übernachtungszahlen aller sich auf dem Stadtgebiet der Stadt Oberasbach befindlichen Beherbergungsbetriebe in Relation mit deren Übernachtungskapazitäten vorzulegen und zu veröffentlichen. Es ist eine Abwägung vorzulegen, ob sich Zahlen ergeben, die dies wirklich rechtfertigen.

Es ist zu begründen, warum eine Ausweisung als „sonstiges Sondergebiet“ erfolgt und z.B. nicht als „Gewerbegebiet“ und die Grundlagen und Beschränkungen für diese Ausweisung sind denen der bisher herrschenden Ausweisung als „Mischgebiet“ aufzulisten und gegenüberzustellen und zu veröffentlichen, so dass sich jeder Einzelne einen Überblick über die Veränderungen verschaffen kann.

Bzgl. der Angabe, dass „…die beschriebene Fläche als intensiver Acker genutzt…“ wird, dürfen wir auf unsere Anmerkungen zum Umweltbericht am Ende unserer Ausführungen verweisen.

Ebenso haben wir zu der beantragten Änderung des Flächennutzungsplanes gesondert Stellung genommen.

 

Zu Pkt. 1.3 Ziele und Pkt. 4.3 Erschließung und Pkt. 2.9 Verkehrserschließung:

(1) Verkehr:

Die Behauptung „Das Areal verfügt über eine optimale Verkehrsinfrastruktur…Bahnhof Oberasbach…A73…Bundesstraße 14…Busanbindung…Linie 150, 155 und N24 in direkter Nähe“ trägt der Komplexität der Anforderungen schlicht und einfach in keinster Weise Rechnung.

Wenn hier von bis zu 100.000 Übernachtungen/Jahr zzgl. einem Restaurant, einem Fitnesscenter, einem Wellness-/Spabereich, samt 100 Angestellten/Tag, mit Tagungshalle à 1.000 Personen bei Galabestuhlung (wie viele sind es denn bei Normalbestuhlung/Stehplätze?) und Seminarbereich mit bis zu 100 Personen/Tag zuzgl. Lieferverkehr/Ver-und Entsorgung(Müll) und weiterer Handwerker/Dienstleister ausgegangen werden muss und der komplette Verkehr über die bekannten innerörtlichen Hauptverkehrsrouten abgewickelt werden muss, dann sind die angesetzten Parkplätze in keinster Weise ausreichend.

 

All diese Anfahrten müssen über die folgenden Hauptverkehrsrouten bewerkstelligt werden:

  • B14 – Anwanden – Rehdorf – Bachstrasse (Nord),
  • B14/A73 – Stein – Bahnhofstrasse – Jahnstrasse – Bachstrasse (Nord),
  • B14/A73 – Stein – Rudolfstrasse – Bachstrasse (Süd),
  • Rothenburger Strasse – Nürnberger/Hainbergstrasse – Jahnstrasse – Bachstrasse (Nord),
  • Rothenburger Strasse – Albrecht-Dürrer-Strasse – ALTORT - Bachstrasse (Nord).

 

Dabei ist die Bachstraße die ALLEINIGE Zufahrt: ein Unding!

 

Der Faktor S-Bahn kann dabei durchaus vernachlässigt werden, weil die S-Bahnzüge momentan bereits an deren Auslastungsgrenze sind und es durch den Bau weder zu einer kürzeren Taktung der S-Bahn kommt, geschweige denn wird an die S-Bahn zukünftig ein weiterer Waggon angehängt werden. Wenn gegenteilige Zusicherungen der DB vorliegen sind diese zu veröffentlichen.

Es sind mindestens zwei schlüssige detaillierte voneinander unabhängige Verkehrsgutachten samt Verkehrskonzepten vorzulegen und zu veröffentlichen, die die zu erwartenden Verkehrsströme (auch im Hinblick auf die angegebenen Zufahrten!) und Parkplatzbedarfssituationen samt Lösungen begutachten. Die genauen Vorgaben der Stadt Oberasbach, welche den Gutachten zugrunde liegen sind detailliert und explizit auszuweisen und zu veröffentlichen. Die Tiefgaragenparkplätze sind kostenlos zur Verfügung zu stellen, um jegliche künstliche Verknappung im Bereich des Parkplatzangebotes auszuschließen.

Ein direkter Bezug zur jetzigen und zukünftigen (gem. B-Plan) Parkplatzsituation am Hans-Reif-Sportzentrum ist zu begutachten und zu veröffentlichen - laut aktueller städtischer Verkehrszählung vom 06.10.2017 geht man dabei an Wochentagen von einem durchschnittlichen Verkehr DTV von 2.325 Kfz/24h aus (vgl. Bebauungsplan Hans-Reif-Sport-Zentrum, Anlage 5).

 

(2) Betrieb:

Ein komplettes Betriebskonzept mit allen Öffnungs- und Betriebszeiten, sowie den kalkulierten Auslastungen der voran genannten einzelnen Bereiche sowie der sich daraus ergebenden An- und Abfahrten für das gesamte Betriebsjahr ist verbindlich vorzulegen.

Hier ist genau darzulegen, welche „qualifizierten Arbeitsplätze“ geschaffen werden und dies ist seitens des Investors schriftlich nachzuweisen und eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten 10 Jahre ist abzugeben.

Bei der Auflistung der Arbeitsplätze ist die Anzahl, die jeweilige Tätigkeit, die Wochenstundenanzahl und die garantierte Vergütung nach dem entsprechenden Tarifvertrag zu nennen, so dass abzuschätzen ist, ob es sich hierbei, was schwer vorstellbar erscheint, wirklich um substanzielle Arbeitsplätze handelt, oder ob diese wohl eher hauptsächlich im Niedriglohnsegment angesiedelt sind. Diese Zahlen sind zu veröffentlichen.

 

Zu Pkt. 2.1 Nachhaltige Siedlungsentwicklung/LEP 2013:

Die Strategie „Arbeit zu den Menschen bringen“ kann sicherlich auf ländliche Räume wie Nordoberfranken oder die nördliche Oberpfalz angewandt werden, ist aber in einer Stadt, welche direkt an die Stadtgrenzen der Großstädte Nürnberg/Fürth und die mittelgroßen Kommunen Stein und Zirndorf grenzt u.M.n völlig falsch interpretiert. Durch Anfrage und Stellungnahme beim zuständigen Bayerischen Heimatministerium ggf. weiterer Zuständiger ist nachzuweisen, ob diese Strategie hier richtig angewandt wird und deren Umsetzung ist im Einzelnen darzulegen und auszuformulieren. Die Anfrage samt Stellungnahe ist zu veröffentlichen.

 

 

Zu Pkt. 2.2 Soziale Infrastruktur:

Die Quellen für die Behauptung, dass es „um mögliche Folgen der Abwanderung der Bevölkerung“ geht, denen hiermit „entgegengewirkt“ werden muss, sind nachzuweisen und offen zu legen!

 

Zu Pkt. 4.5 Ver- und Entsorgung:

(1) Strom und Gas:

Nach Angaben im Bebauungsplan ist die Erschließung der Liegenschaft für die entsprechende Anforderung eines Tagungszentrums mit Hotel gesichert, was schwer vorstellbar scheint, weil die Baumaßnahmen der entsprechenden Medien in der Vergangenheit definitiv NICHT darauf abgezielt haben. Es ist offen zu legen, ob seitens des Versorgers N-ergie eine SLP-Messung oder RLM-Messung vorgesehen ist und auf welcher Netzebene ein Anschluss erfolgt bzw. ob evtl. sogar eine eigene Trafostation (i.d.R. ab ca. 200 KW) vorgesehen werden muss.

Die entsprechenden kalkulierten Verbräuche an Normkubikmetern (Gas) bzw. elektrischer Leistung in Kilowatt (Strom) mit Detailkalkulation für die einzelnen größten Verbraucher (z.B. Klimaanlage, Heizung, Sauna, Wallboxen, etc.) ist zu veröffentlichen und dazu die entsprechenden Stellungnahmen des zuständigen Versorgers N-ergie vorzulegen, um hier einer möglichen Netzüberlastung im Sinne aller Anlieger vorzubeugen.

 

 

(2) Wasserversorgung,  Löschwasserberechnung und Abwasserentsorgung:

Nach Angaben im Bebauungsplan ist die Erschließung der Liegenschaft für die entsprechende Anforderung eines Tagungszentrums mit Hotel gesichert, was auch für diese beiden Medien schwer vorstellbar scheint, weil die Baumaßnahmen der entsprechenden Medien in der Vergangenheit definitiv NICHT darauf abgezielt haben.

Es sind die entsprechenden kalkulierten Verbräuche an Kubikmetern (Wasser) samt der dazugehörigen Netzberechnung für das Trinkwassernetz bzw. eine vollständige Löschwasserberechnung offen zu legen und dazu die entsprechenden unterschriebenen Stellungnahmen der Verantwortlichen der Stadt Oberasbach. Gleiches gilt für das Kanalnetz bzw. Trennsystem und dessen Dimensionierung. Über entsprechende Pufferreservoirs für die notwendigen Löschwassermengen ist Auskunft zu geben bzw. deren Baupläne sind vorzulegen und ein Nachweis über deren Auskömmlichkeit zu führen, um hier einer möglichen Netzüberlastung im Sinne aller Anlieger – z.B. im Brandfall - vorzubeugen.

 

(3) Niederschlagswasser und Freiflächenversickerung:

Es sind genaue Zahlen und Berechnungen zur Entwässerungssituation für das genannte Vorhaben vorzulegen, aus denen die geplanten Einleitemengen in den Asbach genau hervorgehen.

Weiterhin fordern wir, dass alle Parkplätze komplett versiegelt werden und eine Versickerung vollständig ausgeschlossen wird, da durch den Abrieb der Fahrzeugreifen, samt zu erwartenden Flüssigkeitsverlusten der parkenden Fahrzeuge samt Abwaschungen bei Regen bei der prognostizierten hohen Frequenz an Übernachtungs-, Tagungs-, Seminargästen sowie Angestellten, Zulieferern, Entsorgungs- und Instandhaltungs- bzw. Dienstleistungsfirmenfahrzeugen eine sehr hohe Verschmutzung des Sickerwassers (und damit des Asbachs) der über die Parkflächen eingetragen Wässer zu erwarten ist. Eine Versickerung ist auszuschließen!

Dabei ist das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Nürnberg gutachterlich einzuschalten, sowohl die Anfrage an das WWA, als auch dessen Stellungnahme ist vollständig offen zu legen bzw. zu veröffentlichen!  

 

 

 

Zu Pkt. 2.2 und 2.3 Art und Maß der baulichen Nutzung/ Pkt. 2.6 Höhenlage:

Das Gebäude ist mindestens rd. 11 Meter bzw. an höchster Stelle knapp 22 Meter hoch, hinzu kommt noch die mögliche Photovoltaikanlage (PV) welche auf dem Flachdach aufgeständert werden muss und nochmal rd. 2 Meter zusätzliche Höhe ergeben kann (vgl. Pkt. 2.12). Von einem „…Übergang zur umliegenden Bebauung…“ oder „…einer Sicherstellung der allgemeinen Anforderungen an gesundes Wohn- und Arbeitsverhältnisse…“ kann hier sicherlich keine Rede mehr sein.

Wir fordern, dass die Gebäude auch an deren höchster Stelle inclusive möglicher PV-Anlage, trotz abfallendem Gelände, auf eine maximale Gebäudehöhe von 11 Meter zu begrenzen sind, so dass sich diese in die umgebende Wohnbebauung einfügen.

 

Zu Pkt. 2.11 Immissionsschutz:

Das erforderliche Emissions- und Immissionsschutzgutachten ist nachzureichen, die Vorgaben dazu seitens der Stadt Oberasbach sind offen zu legen und das Gutachten ist zu veröffentlichen.

 

Zu Pkt. 4.4 Grün- und Freiflächen und/oder Umweltbericht zum Bebauungsplan Nr. 19/1 Stadt Oberasbach „Tagungszentrum an der Bachstraße“:

  • Nutzung:

Die Verfasserin legt Ihrem Bericht eine „intensive landwirtschaftliche Nutzung“ zugrunde. Dies ist schlichtweg falsch, da es hier nach Rücksprache mit dem, die gesamte Ackerfläche bewirtschaftenden Landwirt, um eine sog. „Bio-Landwirtschaft mit vielfältiger Fruchtfolge im Rahmen des  Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)“ handelt. Dadurch dürften die Unterschiede zwischen momentanem „Status Quo“ und zukünftiger Bebauung wohl wesentlich differenzierter ausfallen. Um dies umfangreich zu würdigen bitten wir den öffentlich bestellten vereidigten Sachverständigen, das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gutachterlich einzuschalten, die entsprechende Anfrage an das AELF ist offen zu legen und dessen Stellungnahme dazu öffentlich zugänglich zu machen, um hier Klarheit herbeizuführen.

  • Fledermauspopulationen:

Wie allgemein bekannt ist, ist in dem vorhandenen Keller auf der Westseite der Bachstrasse zwischen der Einmündung zum S-Bahnhaltepunkt und der Einmündung zum Altvatergebirgsweg eine größere Fledermauspopulation ansässig, die es zu schützen und zu erhalten gilt. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die „Bechsteinfledermaus“ (Myotis bechsteini) und das sog. „Große Mausohr“ (Myotis myotis). Um diese schützenswerten Arten auch weiterhin zu erhalten sind geeignete Maßnahmen notwendig, welche fachgutachterlich entwickelt werden müssen. Zu diesem Zwecke ist die höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Mittelfranken gutachterlich einzuschalten, die Anfrage und die darauffolgende Stellungnahme ist zu veröffentlichen.

Eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) ist durchzuführen, das Gutachten ist zu veröffentlichen.

 

Flugzeugabsturz der US Air Force 1974:

Aufgrund des bekannten Starfighter-Absturzes 1974, südlich der Bahnlinie mit anschließender Explosion des Flugzeuges wurden nachweislich und auch aufgrund der Aussage, des die Ackerfläche bewirtschaftenden Landwirtes, auch umfangreiche Funde an zugehörigen Aluminiumteilen, etc. auf der zu bebauenden  Fläche nördlich der Bahnlinie gefunden. Da aber die Landwirtschaft nur oberflächlich (ca. 15 cm) in den Untergrund eingreift, weisen wir darauf hin, dass vor Baubeginn bzw. der Durchführung von Baugrunduntersuchungen und/oder weiteren Eingriffen in den Untergrund die komplette Fläche einer intensiven Kampfmittelsondierung (KaMiSo) zu unterziehen ist, um sicher gehen zu können, dass weiterer Schaden zuverlässig von Personen und Maschinen abgewendet werden wird. Diese Ergebnisse der KaMiSo sollten ebenfalls öffentlich gemacht werden, da sie sicher auch Aufschluss über den Zustand des weiteren Umfeldes zulassen.

 

Wallensteins Lager:

Da es sich bei den zu betrachtenden Flächen allem Anschein nach und auch nach Auskunft der Stadt Oberasbach, um Bereiche handelt, welche dem Wallenstein´schen Lager zugehörig waren, sollte hier das Gelände durch die entsprechenden Fachleute gesichtet und begutachtet werden, um hier keine Versäumnisse in Kauf zu nehmen, welche durch die Baumaßnahme als „unwiederbringlich verloren“ zu betrachten wären. Das Bayrische Landesamt für Denkmalpflege ist hier gutachterlich einzuschalten, die Anfrage an Selbiges ist offen zu legen und seine Stellungnahme zu veröffentlichen, da deren Inhalte für die weiteren Anstrengungen der Städte Oberasbach, Zirndorf und Stein bzgl. der Weiterverfolgung des Themas „Wallensteins Lager“ von entscheidender Bedeutung sein können.

 

 

Bauversicherung:

Bei einer Investition dieser Größe wäre es nicht das erste Mal, dass dem Investor zwischendrin das Geld ausgeht. Damit sich weder die Stadt Oberasbach noch die betroffenen Anwohner im Rahmen einer möglichen Insolvenz mit der weiteren Verfahrensweise bzgl. einer Bauruine oder den einhergehenden Flurschäden beschäftigen müssen, fordern wir, dass für den Insolvenzfall eine Bauversicherung abzuschließen ist, welche gewährleistet, dass der Ursprungszustand wiederhergestellt wird. Die Versicherungspolice ist nachzuweisen und vollständig zu veröffentlichen.

 

 

Aufgrund der vorangegangenen Einwendungen und Anmerkungen fordern wir, dass der angeführte Bebauungsplan Nr. 19/1 in seiner Form als „Mischgebiet“ umgesetzt wird in dem unseren o.g. Forderungen vollständig berücksichtigt werden und eine Siedlung entsteht, wie diese bereits jetzt z.B. im Gebiet östlich der Oberweihersbucher Straße (Faber-Castell-Straße/Hopfenweg) vorherrscht, heißt in der Kleingewerbe und Wohnbebauung in einer gemeinsamen Koexistenz voneinander profitieren können.


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

im Rahmen der Bürgerbeteiligung gem. §3 Absatz 1 des Baugesetzbuches zum Bebauungsplan Nr. 19, Tagungszentrum an der Bachstraße möchte ich die nachstehend näher beschriebenen Anregungen, Bedenken, Einsprüche und Verbesserungsvorschläge vorbringen.

Grundsätzlich begrüße ich die Idee des Stadtrates von Oberasbach, die Einnahmen der Stadt breiter zu fächern und klein/mittelständische Betriebe auch in direkter Nähe zu reinen Wohngebieten anzusiedeln. Jeder der "auf der Höhe" eine Immobilie bezogen oder gekauft hat, wusste das irgendwann ein Mischgebiet, wie an anderen Stellen in Oberasbach bebaut würde - die jetzige  Umwidmung stellt einen Vertrauensbruch des Stadtrates gegenüber seinen Bürgern und Wählern dar.

Das geplante Megaprojekt ist in seiner derzeit geplanten Form für den Standort nicht geeignet. Ein kleineres Hotel mit bis zu 75 Zimmern, aber ohne die Veranstaltungshalle könnte in einem Mischgebiet wie bisher geplant durchaus funktionieren.

Als direkter Anwohner der Siedlung "auf der Höhe" lehne ich die Errichtung des geplanten Tagungszentrums ab, da es mich in meinen Rechten verletzt, indem ich eine unangemessen große Verringerung der Wohnqualität und einen signifikanten Wertverlustes meines Hauses hinnehmen müsste! Das mir schräg gegenüber zu bauende Tagungszentrum in seiner geplanten Form fügt sich mit seiner Architektur nicht in die Umgebung ein und stellt eine Aussichtsplattform über mein gesamtes Grundstück dar. Mein letzter Freiraum für die private Lebensgestaltung wird zerstört. So wird trotz der Einhaltung der vorgeschriebenen  Abstandsflächen der Wohnfrieden der „bodenrechtlichen Lebens- und Schicksalsgemeinschaft“ empfindlich gestört werden.

 

Nun zu den Ausführungen im Allgemeinen, in einzelnen Details und Verbesserungsvorschlägen:

 

  1. Nicht erfüllen der Vorgabe der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Gemeinde Oberasbach, bzw. der Stadtrat hat die Hinwirkungspflicht zur Durchführung der sogenannten frühzeitigen Beteiligung ihrer Bürger missachtet.  Laut Aussagen einzelner Mitglieder des Stadtrates hatte dieser wohl bereits seit 2015 Kenntnis von diesem Projekt? In einer zwar öffentlichen, aber gerade bei direkt betroffenen Bürgern nicht weiter groß angekündigten Stadtratssitzung wurde das Projekt in einem Durchgang der Flächennutzungsplan geändert, sowie der Vorentwurf gebilligt. Die in der Stadtratssitzung von Bürgermeisterin Birgit Huber angekündigte Informationsveranstaltung für die Bürger wurde auf einen Zeitpunkt nach der Beteiligungs- bzw. Einspruchsmöglichkeit verlegt. Die angekündigte genaue, schriftliche Information der in der Nähe wohnenden Bürger erfolgte auch nicht. Zudem wurden die Beschlüsse gefasst, obwohl die notwendigen und vorgeschriebenen Gutachten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vorlagen.

Die Beteiligung hat noch vor Antragstellung und damit vor Beginn des Genehmigungsverfahrens zu erfolgen! Vorhabenträger sind verpflichtet, die Öffentlichkeit vor Fertigstellung der Antragsunterlagen zu beteiligen! Bei frühzeitiger Beteiligung im Vorfeld hätte es die Möglichkeit gegeben, Fragen zu klären und sinnvolle Anpassungen an Plänen vorzunehmen, ohne die eine Vielzahl von Einwendungen erfolgen würden und damit die Sozialverträglichkeit des Projektes zu gewährleisten und  Steuern der Bürger zu sparen!

 

  1. Falsche Annahmen zu den Rahmenbedingungen der Planung - massiver Wiederspruch zum Landesentwicklungsprogramm (LEP)

Der " Aktionsplan demographischer Wandel" der Staatsregierung, bzw. das "Leitbild - Bayern 2025" verlangt Werte und Vielfalt zu bewahren und vor allem Lebensqualität zu sichern!

Die aktuell vorliegende Planung wiederspricht diesen Prinzipien massiv! Bedingt durch die überdimensionierte Größe, Standort  und Art des geplanten Tageszentrums wird es zu einer Abwanderung von Bürgern in unmittelbarere Nähe und zudem zu starken Immissionsbelastungen in großen Teilen der gesamten Stadt Oberasbach kommen.  Die angegebenen neuen 100 Arbeitsplätze werden durch ihre Art in Dienstleistungs- und Hotelbetrieben normalerweise nur in geringfügigen und sehr schlecht bezahlten, meist saisonalen Arbeitsplätzen bestehen - daher können sich die Mitarbeiter des Tagungszentrums sicherlich nicht leisten, in unmittelbarer Nähe zu wohnen und müssen zwangsweise von außen, mit dem Auto, anfahren. Erstaunlicherweise sind ja auch für die Anzahl Mitarbeiter prozentual mehr Stellplätze geplant als für die Besucher und Gäste - eine realistischere Einschätzung!

Auch fördert und verstärkt das Tageszentrum durch seine Lage nicht die Entwicklung des Ortskernes als wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Mittelpunkt, im Gegenteil wird die Zergliederung von Oberasbach in viele kleine, meist schnell verweisende und wirtschaftlich dysfunktionale Unterzentren vorangetrieben!

 

  1. Wiederspruch zum "Aktionsplan demographischer Wandel"

Die aktuelle amtliche Bevölkerungsprognose für Oberasbach geht schon jetzt von einer steigenden Bevölkerung (+3%)  in Oberasbach aus. Das Schaffen von zusätzlicher Attraktivität wird den Zuzug noch zusätzlich verstärken und damit zu noch stärker steigenden Preisen und noch größerer Verknappung des Wohnungsangebotes führen. Dies schafft mehr Probleme und Kosten, als Oberasbach heute schon hat, gerade auch im Ausbau von  Infrastruktur, die Bilanz von Einnahmen durch die geplanten Steuereinnahmen durch das Tagungszentrum zu Ausgaben wird daher sehr wahrscheinlich negativ ausfallen!

 

  1. Wiederspruch zum Punkt, das Tagungszentrum fördere das Gemeinwohl der Oberasbacher Bürger.

- Die Behauptung das das bestehende, aktuell von einem Biobauern extensiv  genutzte Areal durch den Bau des megalithisch geplanten Tagungszentrums aufgewertet würde ist eine leicht als Falschdarstellung zu entlarvende Behauptung.

 

-  Wenn man die Dimension des geplanten Baus mit bis zu 21,5m Höhe (3 Stockwerke, an der niedrigsten Stelle Flachdach mehr als 1m höher als die Giebel aller umstehender Wohnhäuser, zuzüglich der ca. 1,5m hohen notwendigen Photovoltaikanlage - wo kann da das Dach noch begrünt werden?!) und extrem langen Ausdehnung von 160m in einem einzigen Reihenbau betrachtet, kann man davon ausgehen, dass massive Beeinträchtigung der Öffentlichkeit gegeben ist. Das Vorhaben fügt sich im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein und verstößt damit gegen das planungsrechtliche Rücksichtnahmegebot.

Die Einstufung der baulichen Anlage als Fremdkörper bzw. „Ausreißer“, die sich besonders deutlich von der übrigen Bebauung in der näheren Umgebung unterscheidet, liegt auf der Hand.

Das geplante Gebäude passt nicht in das Ortsbild und wiederspricht allein schon optisch dem bisher beispielhaftem Engagement der Stadt um zum Erhalt von Altoberasbach als Dorf in der "Stadt“.

 

-  Die exponierte Lage des Grundstückes auf der obersten, von unten weithin sichtbaren Kante des Asbachtales macht das geplante gigantische Gebäude zu einem Schandfleck und weiteren Betonmahnmal für Oberasbach - bisher haben wir ja schon die "Klagemauer" im Zentrum, sowie die graue Betonwüste am Bahnhof Oberasbach, teilweise schon jetzt intensiv von mehr oder minder begabten Grafittikünstlern genutzt.  Zudem wird die Lage stark zur Ausbreitung von Schall (= krankmachender Lärm)  bei den geplanten Großveranstaltungen in alle unterhalb  und gegenüber liegenden Stadtteile wie Altoberasbach, Kreutles, Unterasbach, Petershöhe und "auf der Höhe"  beitragen.

 

-  Zudem wird die geplante Kapazität von 80.000 bis 100.000 Übernachtungen, darunter dürfte die Rentabilität bei einem derart großen Projekt nicht gegeben sein, den Autoverkehr in ganz Oberasbach massiv verstärken und damit die Lärm und Schadstoffemissionen extrem steigern! Bei ähnlichen Unternehmungen geht man von einer durchschnittlichen Belegung von 60% aus damit sie wirtschaftlich existieren können, d.h. die angegebenen Zahlen stellen nur die Untergrenze dar!

 

-  Da sich die meisten Veranstaltungen wie Messen, Schulungen, Familienfeiern, etc. eher an ortsfremde und nicht Oberasbacher Bürger wenden, wird eines der Hauptargumente für den Nutzen des Projektes für das Gemeinwohl der Oberasbacher Bürger in den geplanten Steuereinnahmen liegen. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass durch die sehr große Investitionssumme der Verlustvortrag viele Jahre (20?) lang rechnerisch jeden Gewinn neutralisieren, sofern überhaupt einer erwirtschaftet werden kann. (Was passiert bei einer Pleite des Investors, Bauruine?) Nach Ablauf dieser Frist steht dann auf jeden Fall die Renovierung des Komplexes an, besonders der Mehrzweckhalle, erneut keine Steuereinnahmen!

Zudem liegt die Hans-Reif Sporthalle in unmittelbarer Nähe zur Veranstaltungshalle des Investors und bedient dieselben Veranstaltungen, steht also in direkter Konkurrenz zu dieser. Da andere Hallen im direkten Umfeld wie die Paul-Metz-Halle und die Fürther-Stadthalle nur mäßig ausgelastet sind und gleichzeitig noch hoch defizitär sind, ist zu befürchten, dass obendrein die Kosten für eine zukünftig kaum ausgelastete Hans-Reif Sporthalle auf die Bürger abgewälzt werden! Dies ist unbedingt zu vermeiden und sicherlich nicht im Sinne der Bürger.

Auch kommen auf Oberasbach bei starker Lärmimmission zahlreiche Gerichtsverfahren zu, die voraussichtlich damit enden werden, dass Oberasbach (nicht der Investor) für teure sekundäre Schallschutzmaßnahmen der Anlieger (Schallfenster, Schalldämme, etc) sorgen muss!

Damit ist aus Sicht der Finanzen auch kein Vorteil für Oberasbach ersichtlich, eher im Gegenteil!

 

-  Wie aus der Begründung zum Flächennutzungsplans ersichtlich, werden dem Investor für sein Bauprojekt 2.31 Hektar zugeschlagen. Diese Fläche war ursprünglich für Sport und Spielanlagen vorgesehen. Warum werden Flächen die für das Gemeinwohl bestimmt sind, einfach einen privaten Investor zugeteilt? Hier sollte doch das Wohl der Bürger und nicht die Gewinnmaximierung eines Einzelnen im Focus stehen!

-  Das vorhandene Grundstück hat die Einschränkung Bodendenkmalschutz aufgrund der hier liegenden Teile des Wallensteinlagers und wiederspricht dem Sinn des sich aktuell in Erstellung befindlichen (und teuren mit Steuermitteln finanzierten) Projekts "Erlebnisweg Wallensteins Lager" Oberasbach/Zirndorf/Stein. Auch die Oberasbacher Bürger haben ein Recht auf Ihre Vergangenheit!

 

  1. Kapazität von bis zu 100.000 Übernachtungen

Das Tagungszentrum erfüllt nicht das Gebot der Rücksichtnahme, weil es eine erdrückende bzw. optisch bedrängende Wirkung auf sein GrundstückHauptkriterien bei der Beurteilung einer erdrückenden Wirkung sind unter anderem die Höhe des Bauvorhabens und seine Länge sowie die Distanz der baulichen Anlage in Relation zur Nachbarbebauung. Voraussetzung einer erdrückenden Wirkung ist, dass das genehmigte Gebäude nach Höhe, Länge und Volumen erheblich größer ist als das Nachbargebäude

Der auf der Südseite der Straße (V.) errichteten ca. 6 m breiten und 17,5 m tiefen Garagenanlage kann in Bezug auf das Merkmal der überbaubaren Grundstücksfläche eine prägende Kraft nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil sie nicht der Wohnnutzung dient. Auch wenn Baulichkeiten, die nicht dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen, sowie Nebengebäude keinen im Zusammenhang bebauten Ortsteil bilden können, weil es ihnen insoweit an einer prägenden und damit maßstabsbildenden Kraft fehlt, rechtfertigt dies allein noch nicht den Schluss, dass sie auch nicht in der Lage sind, in einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil die Eigenart der näheren Umgebung zu prägen (vgl. BVerwG, Urt. v. 08.12.2016 – BVerwG 4 C 7.15 –, NVwZ 2017, 717 [718], RdNr. 13).

 

  1. Probleme bei Anliegern "auf der Höhe"

- Die Zufahrten sind direkt bei uns schräg gegenüber geplant, so dass wir hier mit massiven Lärm- Licht- und Schadstoffemission bei  An- und Abfahrt zum Gelände rechnen müssen. Ganz besonders am Wochenende oder wenn Veranstaltungen abends zu Ende gehen. Schon ab frühmorgens ist mit Anlieferverkehr durch LKW´s und Müllfahrzeugen zu rechnen. Zudem ist auf den Plänen keine Wendeschleife für die Lieferfahrzeuge geplant, so dass diese rangieren und vor- und zurücksetzten müssen - noch lauter! Eine Erholung im eigenen Garten oder bei offenen Fenstern wird kaum noch möglich sein! Die beiden Ausfahrten sind äußerst ungünstig in der Kurve gewählt, ein erhöhtes  Unfallrisiko ist dadurch auch noch gegeben. Warum wird die Zufahrt zum Hotelkomplex nicht über eine Straße von Osten z.B. über den neugeplanten Feuerwehrweg am Sportplatz in Erwägung gezogen? Damit wären Belästigung der Anwohner, dem Verkehr und den Lärmimmissionen geholfen? Zumindest hohe Schallschutzwälle aus Erde mit hohem Strauch- und Baumbewuchs auf der Nord- und Westseite des Tagungsgeländes müssen vorgeschrieben werden!

- Auch bei Veranstaltungen in der Halle ist mit erheblicher Lärmbelästigung durch feiernde Gesellschaften zu rechnen. Die Personen werden sich gerade im Sommer bis in die späten Abendstunden auch im Außengelände aufhalten und die Nachtruhe der Anwohner stören. 

- Die Veranstaltungshalle ist mit Galabestuhlung für 1.100 Personen ausgelegt. Das heißt bei stehenden Gästen könnten es bis zu 2200 Personen werden. Zusätzlich ein voll belegtes Hotel mit ca. 500 Personen, 50 Personen im Restaurant, 20 im Wellnessbereich und 300 in den Seminarräumen, und ca 40 Angestellte, insgesamt also im schlimmsten Falle bis zu 3100 Personen gleichzeitig an diesem Ort, also 17,65% der Oberasbacher Bevölkerung direkt an einem ruhigen Wohngebiet?!

- Abgesehen vom Lärm und Stau, ist die Parkplatzsituation bereits jetzt völlig ungenügend.

Da mit erheblich mehr Fahrzeugen zu rechnen ist, als verfügbare Parkplätze zur Verfügung stehen, ist davon auszugehen, dass sämtliche Parkplätze in der nahen Siedlung und in den umliegenden Wohngebieten zugeparkt werden.

 

  1. Fussgänger- und Fahrradverkehr

Leider wird auf den Fußgängerschutz nicht weiter eingegangen. Dieser ist aber insbesondere hier wichtig, weil die Bachstrasse als Schulweg (Bus und Fahrrad) eine wichtige Rolle  spielt.

Hier sind zwingend im Zusammenhang mit der Bebauung  "auf der Höhe", als auch jetzt schon generell sicher greifende Maßnahmen zur nachhaltigen Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit nötig. Die Zunahme der Gefährdung durch Straßenverkehr im bereits ausgebauten Teil der Bachstrasse wird durch das geplante Tagungszentrum ursächlich weiter verschärft. Muss auch hier erst wieder ein Unfalltoter beklagt werden, wie beim ehemaligen Bahnübergang, bevor hier etwas unternommen wird?

Weiterhin bleibt völlig offen und unklar, wie die verschiedentlich angeführte „Sicherstellung einer Fahrbahnüberquerung durch Fußgänger nur an sicheren Stellen“ überhaupt realisiert werden soll bzw. kann. Es sind keine geplanten Maßnahmen wie Ampelanlagen o.ä. bekannt.

 

  1. Umweltbericht zum B-Plan Nr. 19

Der Umweltbericht von Frau Dietzl basiert auf einigen falschen Annahmen, wie zum Beispiel eines intensiv bewirtschafteten Maisfeldes, moniert auch das fehlen aller Gutachten und kommt dennoch auf Seite 16 und 17 zu dem vernichtenden Ergebnis, daß " Schutzgut Lärm, Luft und Klima und damit auch Schutzgut Mensch werden erheblich nachteilig beeinflusst. Hier besteht weiterer Handlungsbedarf."

Sie fordert zu Recht auf Seite 17 die Prüfung von alternativen Planungslösungen, sowie an den Investor "exakte Planungswünsche und Vorgaben zu formulieren, die tatsächlich umgesetzt werden sollen."

Also ist der Stadtrat gefordert im Sinne des Allgemeinwohles und Ihrer Verantwortung den Bürgern gegenüber verpflichtet strenge Regeln für den Betrieb des Tagungszentrums (Limitierung der Veranstaltungen, max. 1x pro Monat, Sonntagsruhestörungsverbot, Nachts ab 21.00 Sperrstunde, etc.), als auch strengste Bauauflagen (Schall- und Sichtschutz, kleinere Einheiten, etc.)  zu verlangen.

 

 

Da Sie meiner Argumentation sicherlich folgen können, gehe ich davon aus, dass auch Ihre Behörde bestrebt ist, eine Umplanung des zukünftigen Nachbargebäudes zu veranlassen, damit die Privatsphäre auf meinem Eigentum auch künftig gewahrt bleibt und wirklich alle Oberasbacher etwas von diesem Projekt haben werden! Weitere rechtliche Schritte, bzw. das Stellen von Schadenersatzansprüchen an Gemeinde Oberasbach und/oder den Bauherrn behalte ich mir vor.

 

 

In Erwartung einer ausführlichen und fundierten schriftlichen Stellungnahme zu jeder meiner Anregungen und  Bedenken, sowie der Berücksichtigung bei den Planungsaktualisierungen verbleiben wir,


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Einwände und Bedenken möchte ich hier äußern und einbringen.

 

Es wird in der Begründung ein „weitaus höherer Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten“ aufgeführt als bisher gedeckt werden kann. Hierzu sind mir keinerlei Belege bekannt. Woher kommt diese Behauptung? Hier sind Zahlen aufzuführen die Belastbar sind und diesen Bedarf offenlegen!

 

 

Wie auf den ausgelegten Planungsunterlagen ersichtlich, sind sowohl die Zufahrt für den Anlieferverkehr als auch die Zufahrt zu den regulären Parkplätzen direkt gegenüber vom südlichen Teil der Siedlung „Auf der Höhe“ geplant. Wie ich bereits hautnah mehrfach aus dem Bomonti Hotel miterlebt habe, beginnt der Anlieferverkehr in aller Frühe um das Hotel mit diversen Materialien zu versorgen. Gerade das abladen von Getränkekisten und Lebensmittelkisten ist unerhört laut. An erholsamen Schlaf ist hier nicht mehr zu denken. Da keinerlei Wendemöglichkeit am Ende der Anliefereinfahrt vorgesehen ist, werden zu diversen Tages und gerade auch Nachtzeiten, die Zulieferfahrzeuge und Entsorgungsfahrzeuge laut piepsend versuchen rückwärts das Gelände zu verlassen und den Anwohner dabei den Schlaf rauben.  Ich fordere hiermit die allgemeinen Ruhezeiten einzuhalten und während dieser Zeit keinerlei Anlieferverkehr und Entsorgungsverkehr zum Schutze der Anwohner zuzulassen.

Da alle Schlafzimmer der Aussiger Str. baubedingt zur Bachstr. ausgerichtet sind, werden sämtliche  Fahrzeuge beim Einfahren und gerade beim verlassen des Geländes mit ihren Scheinwerfern direkt in die Schlafzimmer der Anwohner leuchten und dadurch einen erholsamen Schlaf unmöglich machen. Von der ständigen Lärmbelästigung durch den kontinuierlichen Fahrzeugverkehr zum Gelände ganz zu schweigen! Des Weiteren sind die Zufahrten zum Gelände so ungünstig gewählt, das hier an der extrem unübersichtlichen Stelle in der Kurve ein stark erhöhtes Unfallrisiko besteht. Besonders an den Wochenenden und bei Veranstaltung ist die Belastung durch Lärm und Autoabgase für Anwohner in unmittelbarer Nähe zum Gelände nicht hinnehmbar! Hier muss nach einer anderen Lösung gesucht werden um die Anwohner zu schützen. Hier fordere ich ein umfängliches Verkehrsgutachten mit allen Zubringer Straßen in ganz Oberasbach. Das Verkehrsgutachten muss gerade die Verkehrssituation bei Veranstaltungen berücksichten. Insbesondere die Routen durch alt –Oberasbach, Rudolfstr., Jahnstr. und die Zufahrten zur Rothenburger Straße. Wie bereits aus der Zeitung bekannt ist, sind unter anderem auch die Anrainergemeinden aufzuführen. Gerade der Verkehr Richtung Stein muss hier im Gutachten betrachtet werden.

Die Parkplatzsituation auf dem Gelände ist völlig ungenügend. Gerade bei Veranstaltungen sind mit deutlich mehr Fahrzeugen zu rechnen wie Parkplätze vorhanden sind. Die bereits seit Jahren angespannte Parkplatzsituation in der Siedlung „Auf der Höhe“ wird hier für die Anwohner sicherlich noch weiter verschärft. Wie bereits aus dem Umfeld des Bomonti Hotels bekannt ist, werden die Gäste bei vollen Parkplätzen auf dem Gelände die wenigen Parkplätze in der Siedlung und sicherlich auch die P+R Parklätze für Pendler zuparken! Anwohner und Besucher habe keine Möglichkeit mehr ihre Fahrzeuge abzustellen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass Parkplätze und Tiefgaragenstellplätze kostenlos gehalten werden. Ansonsten werden die Gäste lieber die kostenlosen Parkplätze in der Siedlung nutzen. Auch dieses Verhalten ist tagtäglich zum Ärger der Anwohner im Umfeld des Bomonti Hotels zu beobachten. Hier sind nämlich die Tiefgaragenplätze kostenpflichtig!

 

Hier eine Beispielrechnung:

 

Bei einer 1200 Personen Veranstaltung:

Wenn jedes Fahrzeug mit ca. 2Personen besetzt ist = 600 Fahrzeuge. Davon reißen laut Statistik max. 30% öffentlich an = 420 Fahrzeuge.

Hotel ca. 80 Fahrzeuge

Tagungsveranstaltung bei 300 Personen ca. 150 Fahrzeuge.

Restaurantbetrieb, Fitness, Wellnessbereich. 50 Fahrzeuge.

420+80+150+50 =700 Fahrzeuge

 

Bei 276 Stellplätze ( laut Plan ) auf dem Gelände, fehlen über 420! Parkplätze!

Wie kann es sein, dass diese unglaubliche Diskrepanz zu Stande kommt? Da die Hauptzufahrtstraßen überwiegend nur einspurig befahrbar sind oder Engstellen aufweisen, wird es hier zu Beginn und nach Ende von Veranstaltungen in ganz Oberasbach zu einem Verkehrschaos kommen. Insbesondere da die Bachstr. Die einzige Zufahrtstraße  zum Gelände ist. Das ist ein Unding!

 

 

 

Wie wird mit der Lichtverschmutzung durch einen Komplex dieser Größe umgegangen? Die direkten Anwohner Aussiger Str. / Bachstr. Sind hiervon besonders betroffen. Diese sind vor Streulicht und Erhellungen jeglicher Art besonders zu schützen, wie in der Lichtrichtlinie des  Länderausschuß für Immissionsschutz festgelegt wurde. Wie sieht hier das Konzept zur Beleuchtung des kompletten Hotelkomplexes inkl. der Parkplätze und Zufahrtswege aus? Das Gutachten hierzu ist inkl. der Anfrage offenzulegen!

Bei Veranstaltungen ist mit erheblicher Lärmbelastung durch feiernde Gesellschaften zu rechnen. Gerade bei Musikveranstaltungen und oder Hochzeiten etc. ist mit ausgelassenen und lauten Personengruppen im Außenbereich zu rechnen, die sowohl die Erholung als auch die Nachtruhe der umliegenden Anwohner unmöglich machen. Man hat sogar den Eindruck, dass dies durch den Investor noch gefördert wird in dem er: Zitat:  „….ein überdachter Innenhof soll zum Verweilen einladen.“ Annonsiert. Hier ist aufzuführen wie der Investor eine Lärmbelästigung für die Anwohner minimieren will.

 

Bisher fehlen sämtliche Gutachten zum Bau des Komplexes. Diese sind inkl. der Anfragen zu den Gutachten vorzulegen. Folgende Gutachten sind offen zu legen:

  • Verkehrsgutachten
  • Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) ist zu erstellen und zu veröffentlichen.
  • Bodengutachten ist zu erstellen und zu veröffentlichen.
  • Emissions-/Immissionsgutachten ist zu erstellen und zu veröffentlichen.

 

In der Niederschrift der Stadtratssitzung vom 25.02.19 ist von Zitat: „Der Umfang der Kostentragung bezüglich des notwendigen erweiterten Verkehrsgutachtens wird im Durchführungsvertrag geregelt.“ Dieser ist zu veröffentlichen. Kommen hier weitere Kosten auf die Stadt zu, oder werden die Kosten vom Investor getragen?

 

 

Aufgrund der bereits zur Flächennutzungsänderung eingereichten Einwendungen und auch den Einwendungen zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplans 19/1  fordere ich, dass hier wie ursprünglich geplant ein „Mischgebiet“ mit Siedlungscharakter entsteht. Gerade in Zeiten von knappen und bezahlbaren Wohnraum, ist dies zur Stadtentwicklung um ein vielfaches wichtiger, als ein wirtschaftlich fragwürdiges Prestigeobjekt von dem nur der Investor profitiert!

 

 

Aufgrund der bereits zur Flächennutzungsänderung eingereichten Einwendungen und auch den Einwendungen zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplans 19/1  fordere ich, dass hier wie ursprünglich geplant ein „Mischgebiet“ mit Siedlungscharakter entsteht. Gerade in Zeiten von knappen und bezahlbaren Wohnraum, ist dies zur Stadtentwicklung um ein vielfaches wichtiger, als ein wirtschaftlich fragwürdiges Prestigeobjekt von dem nur der Investor profitiert!


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Einwände und Bedenken möchte ich hier äußern und einbringen.

 

  1. Wie aus der Begründung zum Flächennutzungsplan ersichtlich, werden dem Investor für sein Bauprojekt 2.31 Hektar zugeschlagen. Diese Fläche war ursprünglich für Sport und Spielanlagen vorgesehen. Warum werden Flächen die für das Gemeinwohl bestimmt sind, einfach einen privaten Investor zugeteilt? Hier sollte doch das Wohl der Bürger und nicht die Gewinnmaximierung eines Einzelnen im Focus stehen! Hierzu erwarte ich eine Begründung.

 

  1. In der Begründung wird unter Punkt 5 aufgeführt- Zitat: „Der Aktionsplan demographischer Wandel“ der Staatsregierung , bzw. das „ Leitbild –Bayern 2025“ verlangt Werte und Vielfalt zu bewahren und vor Allem Lebensqualität zu sichern. Dies steht im krassen Gegensatz zu dem geplanten Bauprojekt. Tatsächlich muss hier mit einer starken Minderung der Lebensqualität der Bürger der Stadt Oberasbach gerechnet werden! Durch stark steigenden Verkehr in allen Ortsteilen, Lärmbelästigung der umliegenden Anwohner und eine Verschandelung der Umgebung durch einen Überdimensionalen Betonklotz, der in keinster weiße in das ländlich geprägte Landschaftsbild passt. Gerade wenn man vom nördlichen Oberasbach ( z.B. Langenäcker Str. ) Richtung Süden sieht, wird das Hotel-Zentrum mit seinen Parkplätzen wie Fremdkörper im eigenen Dorf erscheinen.

 

  1. Laut der Begründung sollen: „…regionale Dienstleister , Gastronomen und das Sportzentrum zusätzlichen vom Tourismus profitieren…“. Auf dem Gelände der Stadt Oberasbach befinden sich bereits eine Vielzahl von Veranstaltungsmöglichkeiten. Diese sind aufzuführen und vor allem die Auslastung offenzulegen ! Auch die in der Planung befindlichen Veranstaltungsräumlichkeiten z.B. Hans-Reif Sporthalle und das Bauprojekt „Alte Festwiese“ am Rathaus sind hier zu berücksichtigen. Wie soll das z.B. das Sportzentrum davon profitieren? Gerade die Hans-Reif Sporthalle ist in unmittelbarer Nähe zur Veranstaltungshalle des Investors und bedient dieselben Veranstaltungen! Steht also in direkter Konkurrenz zu dieser. Da andere Hallen im direkten Umfeld wie die Paul-Metz-Halle oder die Fürther Stadthalle nur gering oder mäßig ausgelastet sind und gleichzeitig noch defizitär sind, ist zu befürchten, dass die Kosten für eine zukünftig kaum ausgelastete Hans-Reif Sporthalle auf die Bürger abgewälzt werden! Dies ist unbedingt zu vermeiden und sicherlich nicht im Sinne der Bürger. Hierzu sind die Kalkulationen für das Hans-Reif Sportzentrum bzw. auch die anderen Städtischen Einrichtungen vorzulegen.

 

  1. Warum wurde aus dem bestehenden Mischgebiet ein sonstiges Sondergebiet mit Zweckbestimmung „ Hotel und Tagungszentrum“? Für ein Hotel und Tagungszentrum ist ein Mischgebiet ausreichend. Hier muss davon ausgegangen werden, dass gezielt Lärmbeschränkungen, Öffnungszeiten etc. aufgeweicht werden sollen. Dies muss zum Schutz der umliegenden Bürger unbedingt vermieden werden und ist nicht hinnehmbar. Leider liegen bisher keine fachlichen Gutachten vor. Wie kann dann von der Stadt schon eine Entscheidung getroffen werden ? Nur auf Versprechungen des Investors ? Es sind unbedingt die Fachgutachten Verkehr; Lärm; Umwelt, Wirtschaftlichkeit etc. einzuholen und die Grundlagen und die Gutachten zu veröffentlichen.

„Es werden ca. 30.000m² Boden versiegelt“

 

Wieder ein Stückchen weniger Grün,

das Oberasbach lebenswert macht.!!!

In Zeiten von Bürgerbegehren wie „ Rettet die Bienen“

Ein Unding.!!!

 

Einspruch:

 

  1. zur Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan für den Teilbereich „Tagungszentrum an der Bachstraße“ der Stadt Oberasbach vom 02.2019.
    1. Verkehrskonzept, Verkehrsgutachten und das hieraus resultierende Lärmgutachten sind nicht verfügbar und nicht bekannt.

Auf welchen Annahmen fußen diese Gutachten? Diese Gutachten sind zu veröffentlichen.

 

  1. Warum werden 2,31 Hektar Grünfläche, die ursprünglich für Sport und Spielanlagen vorgesehen waren, dem zukünftigen Sondergebiet eines Privatinvestors geopfert?
  2. Ich erwarte von der genehmigenden Behörde eine kritische Prüfung nach Vorlage aller Gutachten und fehlenden bzw. notwendigen Informationen, ob eine Änderung des bestehenden Nutzungsplanes dem Gemeinwohl dient und im Sinne des Landesentwicklungsprogrammes ist.

 

 

  1. zum Bebauungsplan Nr. 19/1 „Tagungszentrum an der Bachstraße“ der Stadt Oberasbach.
    1. Im Umweltbericht auf Seite 16/17 wird von einer erheblich nachteiligen Belastung v.a. durch Lärm und für Luft und Klima ausgegangen, und die Prüfung alternativer Planungslösungen verlangt.

Diese alternativen Planungslösungen sind bitte vorzulegen und öffentlich zu machen.

 

  1. Zu Beginn und Ende von Veranstaltungen ist mit erheblichen Verkehrsproblemen und Lärmproblemen in ganz Oberasbach zu rechnen.

Sowohl Alt-Oberasbach, Jahnstr., Bahnhofstrasse, Hainbergstrasse und Rudolfstr. sind verkehrstechnisch nicht dafür ausgelegt. Überwiegend sind die Straßen durch parkende Fahrzeuge auch nur einspurig befahrbar. Sowohl auf Anwohner in unmittelbarer Nähe zum Gelände,  als auch auf Bürger in ganz Oberasbach kommt eine erhebliche Belastung aufgrund der eskalierenden Verkehrssituation zu.

 

 

  1. Erschwerend kommt hinzu, dass mit erheblich mehr Fahrzeugen zu rechnen ist, als Parkplätze zur Verfügung stehen. Es ist davon auszugehen, dass sämtliche Parklpätze in der nahen Siedlung und in den umliegenden Wohngebieten zum Parken genutzt werden. Die bereits angespannte Parkplatzsituation wird dadurch weiter verschärft. Parkplätze werden dann für Pendler, die die S Bahn nutzen stehen nicht mehr zur Verfügung.